Eindrücke unserer Chorwoche & des Konzerts

 

von Paulus Schürmann

Seit der Gründung der Cusanus Hochschule im Herbst 2015 kamen nun schon zum dritten Mal ein großer Teil der Cusanus Studierenden zusammen, um für eine ganze Woche den Versuch des gemeinsamen Singens zu wagen. In den für diesen Zweck vertrauten Räumlichkeiten der Alten Synagoge in Bernkastel-Kues formte sich über die Tage aus mehr als fünfundzwanzig Menschen ein klingender Chor. Für das diesmalige Projekt stand allerdings eine Premiere vor der Tür: Das anschließende Chorkonzert sollte nicht wie gehabt in der Alten Synagoge stattfinden, sondern diesmal in der Michaelskirche seinen Klangraum finden. Das Liedgut richtete sich dahingehend aus: mit einigen Werken aus dem 16. und 17. Jahrhundert, für die die barocke Architektur der Michaelskirche allein gebaut worden zu sein schien. Aufgrund der vorangehenden gemeinsamen Arbeit und bereits zweier Chorkonzerte konnte der Chor zum einen schon auf ein breites Repertoire zurückgreifen, zum anderen sich auch musikalisch neue Ansprüche und Ziele setzen. Im Zentrum stand eine Messe von Victoria, deren anspruchsvolle Läufe in den verschiedenen Stimmlagen zu Anfangs noch ihre eigenen Wege suchten, doch im Verlauf der Tage mehr und mehr in ein Gespräch zueinander treten wollten. War man froh, zu Beginn der Woche neben seiner eigene Stimme noch die des Nachbarn zu hören, so entwickelte sich bis zum Konzert durchaus ein Hören, das den ganzen Chor und die einzelnen Stimmen mit ihren Melodien und Erzählungen immer wieder als ein Ganzes zu vernehmen wusste, wodurch dem Auftritt in den Gewölben der Michaelskirche das Moment des singenden Lauschens anheim gestellt werden konnte. Die Victoria Messe forderte gleichsam die Fähigkeit des Hörens von jedem Einzelnen. So erkannte man das eigene Thema bald drüben im Sopran wieder, wo es schon vom Bass aufgegriffen, dem Alt zugespielt und vielleicht vom Tenor wieder neuerlich ausgestaltet wurde. Es entwickelte sich im Verlauf der Woche, neben einigen Registerproben, vielen Großproben und der ein oder anderen verträumten Einzelprobe im Treppenhaus oder auf dem Heimweg ein Konzertprogramm, das einige vertraute Klänge von Neuem aufleben ließ und die Neuheiten mit viel Freude den zahlreichen Gästen nicht vorenthalten wollte. So wurde von vielen Menschen, besonders auch um den Chor herum ein Nachmittag ermöglicht, der den Cusanus Hochschulchor die Musikalität und Klangkraft der Michaelskirche entdecken und erobern ließ. Ein besinnlicher und kraftvoller Gesang erfüllte die Kirche für einige wunderbare Momente und konnte zu einem gelungenen Semesterauftakt und zur Begrüßung vieler neuer Studierender beitragen.

Hoher Besuch im StudiHaus

Hohen Besuch gab es an Pfingsten im selbstverwalteten Studierendenhaus: Stattlich, ganz in weiß, mit goldener Banderole und mehrer Meter hoch campierte Deutschlands Omnibus für Direkte Demokratie mehrere Tage vor der ehemaligen Jugendherberge.

Der Bus, der bereits seit 1988 ganzjährig durch die Bundesrepublik fährt, ist eine Bürgerinitiative, die sich für die Volksabstimmung auf allen Ebenen einsetzt und dafür auf seinen Touren Unterschriften aus der Bevölkerung sammelt. Der wichtigste Impuls für das durch einen Förderkreis finanzierte Projekt kam vom Künstler Joseph Beuys. Werner Küppers, seit 17 Jahren stolzer Fahrer des Busses und Bekannter eines Studierenden der Cusanus Hochschule, welcher selbst schon „Bus-Praktikant“ war, erzählte den Studierenden von den Chancen direkter Demokratie und beantwortete im Rahmen einer Führung die zahlreichen Fragen der jungen ÖkonomInnen und PhilosophInnen.

Einladung zur Herbstakademie 2017

Es gibt die ersten Neuigkeiten zur diesjährigen Herbstakademie! Sie wird vom 05.09 – 10.09.2017 stattfinden
Ihr findet die Einladung hier. Außerdem könnt ihr euch unter https://herbst-dialoge.org bereits im Vorfeld am Dialog beteiligen, um den es dieses Jahr gehen soll.
Was bewegt euch, wenn wir von Dialog sprechen? Worüber wollt ihr auf der Herbstakademie sprechen? Wen wollt ihr hören, mit wem sprechen oder von wem lernen? Wollt ihr etwas für die Herbstdialoge planen, vorführen, diskutieren, beitragen?
Wir wollen den Dialog. Ihr auch? Schreibt uns schon jetzt Gedanken, Fragen und Antworten bis zum 14. Mai an: herbstdialoge@posteo.de und nehmt am sichtbaren Dialog auf unserem Blog teil: https://herbst-dialoge.org.

Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Die Cusanus Hochschule veranstaltet einen philosophischen Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler:

Why should I be moral?
Für Schülerinnen und Schüler: Philosophische Preisfrage
Die Ausbeutung der Natur und des Menschen erreicht im 21. Jahrhundert neue Höhepunkte. Krisen politischer und sozialer Systeme, Depression und Erschöpfung des Einzelnen sind omnipräsent – doch niemand möchte die moralische Verantwortung dafür übernehmen. Hat die Idee der Gerechtigkeit ausgedient? Ist sozialer und ökologischer Frieden noch möglich, wenn Menschen allein nach eigenem Vorteil streben? Diese Fragen sind keineswegs neu und sie tauchen immer wieder auf. Übrigens wurde die Frage Why should I be moral? erst 1876 zum ersten Mal in der Philosophiegeschichte formuliert, von Francis Herbert Bradley (1846 – 1924). Auch der etwas bekanntere Philosoph Friedrich Nietzsche stellte die Begründbarkeit der Moral in Frage und eröffnete so einen Raum für ein „Jenseits von Gut und Böse.“
Nehmen Sie zu der Frage Stellung, warum wir uns (und jeder sich) moralisch verhalten soll(t)en? Was bedeutet verantwortetes Handeln? Gibt es womöglich etwas in uns, das uns sogar dazu verpflichtet? Und in der negativen Konsequenz: Wie wäre es um eine Welt ohne Gerechtigkeit und Verantwortung bestellt? (Text von max. 5.000 Zeichen Umfang)
Senden Sie Ihren Text bis zum 31.05.2017 (Einsendeschluss per Email) an: nadja.goerz@cusanus-hochschule.de
Eine Jury aus Professoren und Mitarbeitenden des Instituts für Philosophie und des Instituts für Ökonomie der Cusanus Hochschule (Prof. Dr. Harald Schwaetzer, Dr. Lydia Fechner, Prof. Dr. Stephan Panther) wird die Gewinner in einer Preisverleihung im Juli in Bernkastel-Kues bekannt geben. Die ersten drei Sieger der Preisfrage dürfen hier ihre Texte gemeinsam mit den Professoren und Studierenden der Cusanus Hochschule zur Diskussion stellen. Zu gewinnen gibt es darüber hinaus eine Ausgabe des Gesamtwerks Friedrich Nietzsches sowie weitere Buch-Preise.
Weitere Infos finden Sie bald unter: www.cusanus-hochschule.de

Cusanus Studierende zu Besuch im Mainzer Landtag

“ Wir sind uns sicher, dass eine Zusammenarbeit zwischen den Abgeordneten des Wissenschaftsausschusses und den Studierenden der Cusanus Hochschule von beiden Seiten gewünscht ist“, mit diesen Worten begrüßte uns der Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in der Sitzung im Mainz.
Nach einer spannenden Führung durch eine Ausstellung der handgeschriebenen und ersten gedruckten Bibelwerke im Gutenberg Museum, besuchten die neun Studierenden der Cusanus Hochschule das Abgeordnetenhaus im Landtag. Obwohl die Ausschuss-Sitzung nicht direkt unsere Hochschule betraf, waren die Themen doch interessant. So ging es u.a. um die Verwertungsgesellschaft WORT und die Entwicklung der Studierendenzahlen der Universität Mainz.

Eingeladen von der Abgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler aus dem Wahlkreis Bernkastel-Kues/ Wittlich bekamen wir im Anschluss die Möglichkeit uns ausführlich mit ihr sowie Frau Eveline Lemke, Abgeordnete im Ausschuss über die Arbeit im Parlament, über spannende Entwicklungen im Bereich der Wissenschaftsgesetzgebung zu unterhalten. Wir bedanken uns recht herzlich für die Aufgeschlossenheit aller Beteiligten und freuen uns auf das nächste Mal!

Einblicke in unser studentisches Leben

Unabhängig voneinander haben zwei Studentinnen von uns begonnen, ihre Eindrücke unseres Studienalltags schriftlich festzuhalten.
Anne hat während der Adventszeit 2016 jeden Tag ein Adventskalendertürchen geöffnet und Gedanken rund um das Studium mit uns geteilt. Alle Blogeinträge findet ihr unter folgendem Link:
http://cusanus-studierende.de/studium/einblicke-in-das-studentische-leben/

 

Lisa hat einen eigenen Blog ins Leben gerufen, auf dem sie über ihre Erfahrungen berichten möchte, die sie sowohl in den Seminaren als auch mit der Studierendengemeinschaft und der Hochschule macht.
Die Skizzen des Moselgeistes finden sich unter folgendem Link:
https://moselgeist.wordpress.com/

9. Adventskalendertörchen

Schummerstündchen

Manchmal ist es sehr schön, wenn man Traditionen weiter führen kann. Das Schummerstündchen im Advent, nachmittags mit Plätzchen, Mandarinen, Tee und schönen Geschichten, fand ich schon früher immer sehr gemütlich. Nun haben wir es hier etabliert, als nachmittägliches Zusammentreffen, bei dem man ausnahmsweise weder über Seminarinhalte, noch über irgendwelche organisatorischen Dinge im Zusammenhang mit Hochschule oder Studierendenschaft reden darf. In einem Haus, in dem einem sonst ständig Menschen über den Weg laufen, mit denen man „nur nochmal kurz“ etwas zu diesem oder jenem Punkt besprechen wollte, ist das eine sehr wohltuende Abmachung.
Dafür lesen wir Geschichten, hören und machen Musik, oder genießen den Blick auf den Sonnenuntergang und die frostüberzogenen Hügel. Und dann gehen alle wieder ihrer Wege…
Bis morgen um 16 Uhr.

8. Adventskalendertörchen

Ganz schön ab vom Schuss…

… ist Bernkastel-Kues ja schon, wenn man mal ehrlich ist. Früher gab es mal eine ZUgstrecke, aber die ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb und nun muss man zum nächsten Bahnhof eine halbe Stunde mit dem Bus nach Wittlich fahren. Und der ist auch noch teuer. Wirklich gut zu erreichen ist die Gegend eigentlich nur mit dem Flugzeug, da der Flughafen Frankfurt Hahn direkt um die Ecke ist. Aber das geht natürlich aus ökologischen Gründen nichts. 
Was tun?
Am besten trampen. Das funktioniert super und ist gleichzeitig noch eine wunderbare Methode um die Hochschule in der Region etwas bekannter zu machen. Es gibt schon die Idee eines „Mitfahrerbänkchens“, ähnlich einer Bushaltestelle, bei dem die Autos dann anhalten können um Tramper mitzunehmen. Muss man nur mal vorschlagen. Die Stadt ist immer sehr offen für neue Ideen.
Ansonsten habe ich meine Anti-Auto-Haltung (Freiburger Prägung), doch ein wenig aufweichen müssen und mich der Realität eines Lebens auf dem Lande stellen müssen. Da muss man sich dann eben entscheiden: Fährt man mit dem Auto zum Demeterhof oder geht man zu Fuß zu Edeka oder Aldi… Vielleicht ist eine car-sharing Lösung doch nicht so schlimm….
Aber meistens kann man dann doch alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen und ich werde den Kampf gegen die eigene Bequemlichkeit weiter führen!